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Neuerscheinung
ROSE GRANDISSON - der romantische Krimi aus der Kerzenleuchter- und
Postkutschenzeit erzählt eine wahre Geschichte nach alten
Gerichtsakten: den Aufstieg des Gauner- und Hochstaplerpärchens
Carl und Rose Grandisson vom Armenhaus in Kopenhagen bis in die ersten
Kreise der Heidelberger Gesellschaft 9 um
1810, diemVerhaftung und den
Selbstmord Carl Grandissons sowie den Versuch des Untersuchungsrichters
Rose Grandisson in monatelagen gnadenlosen Verhören zu einem
Geständnis zu zwingen.
"Buchtipp des Monats"
Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF)
Sascha Spataru im Gespräch mit Sabine Neuffer ptstrasse
ROSE GRANDISSON
Gefangen in Heidelberg
"Der
historische Roman erzählt nicht nur einen Kriminalfall, sondern er
gibt auch einen großartigen Einblick in die Situation Heidelbergs
um 1815. Michail Krausnick, Wahlheidelberger und Drehbuchautor, ist
auch ein guter Erzähler..."
Sascha
Spataru, RNF
"... der Erzählstil ist richtig gut, es macht Spaß zu
lesen..."
Sabine
Neuffer
Buchhandlung Schmitt und Hahn
Duell zwischen
"Bluthund" und Hochstaplerin - ein spannendes Katz- und Maus-Spiel.
Mannheimer Morgen
Gefeiert,
gedemütigt - viele Jahre lassen sich die Heidelberger
blenden -
doch irgendwann fliegt der Schwindel auf.
Rhein-Neckar-Zeitung
Literarische Zeitreise nach Heidelberg - Krausnick
...zeichnet ein ungeschminktes Bild der Heidelberger Romantik. Samt
der mit Pferdeäpfeln übersäten Straßen.
Eberbacher Zeitung
"Rose
Grandisson" ist nachdrücklich als Lektüre zu empfehlen. Der
Roman bietet beste und spannende Unterhaltung auf vielen Ebenen. Nicht
nur Krimi-Leser kommen auf ihre Kosten.
Erhard
Jöst, Heilbronn
Attraktive
Komplizin
Krausnick
schilderte in seiner Lesung eindrucksvoll den spannenden Zweikampf
zwischen dem Kriminalisten und der Täterin.
Reutlinger
General- Anzeiger
Zwischen
Dichtung und Wahrheit bietet der authentische Fall eine bewegende
Lebens- und spannende Ermittlungsgeschichte. Angereichert mit
zeitgenössischen Bildern von Heidelberg empfiehlt sich der
unterhaltsam inszenierte Tatsachenroman für viele Bibliotheken.
Jürgen
Seefeldt, ekz-Lektoratsdienst
Souverän und mit literarischem Geschick entfaltet der
Autor den historischen Stoff. Er zeichnet nicht nur das Schicksal des
Gaunerpärchens Grandisson und jenes des Sekretärs Berger mit
großer Empathie nach, er entwirft darin auch ein anschauliches,
sinnlich dichtes Panorama Heidelbergs an der Wende vom 18. zum 19.
Jahrhundert. Das historische Flair wird dank der Bildreproduktionen aus
dem Bestand des Kurpfälzischen Museums Heidelberg noch weiter
unterstrichen.
Mannheimer Morgen
Historischer Roman,
Hardcover
ISBN 9783939540908
16,80 €

NEU
jetzt
als Taschenbuch
Johann Georg August Wirth
Vorkämpfer
für Einheit,
Recht und Freiheit
Eine
Biographie
9,80 Euro
ISBN 9783939540939

"Ein Bismarck
der
Demokratiegeschichte"
Michail Krausnicks vorzüglich recherchierte
und glänzend geschriebene Biografie über die
Schlüsselfigur
des Vormärz ist jetzt vom Wellhöfer-Verlag
als Taschenbuchausgabe in aktualisierter
Fassung neu aufgelegt worden.
Der Autor hat dankenswerterweise keine
Hagiografie geschrieben, sondern
das durchaus kritische Porträt eines
Vorkämpfers der Menschen- und
Bürgerrechte, der als Mensch seiner
Zeit auch in etlichen Irrtümern seiner
Zeit befangen blieb. Nicht nur
Zeitungslesern ist das Buch als
Pflichtlektüre zu empfehlen.
Christian Bommarius
Frankfurter Rundschau, 7./8. Januar 2012

ABSENDER:
Johann
Wolfgang Goethe
Christiane
Vulpius
"Goethes
größte Liebe"
Denn Du bist mein Liebstes auf
der Welt
Michail
Krausnick hat die schönsten und wichtigsten Liebes- und Ehebriefe
ausgewählt und zur Biografie einer außergewöhnlichen
Beziehung zusammengestellt
ISBN:
978-3-939540-66-3 * Euro 9,80

oder direkt bestellen
Wellhöfer
Verlag,
Mannheim
ABSENDER:
Clara Wieck
Robert Schumann
Johannes Brahms

»Ich lasse nicht von
Dir!«
schreibt Robert an Clara, die als Wunderkind gefeierte Tochter
seines Klavierlehrers.
Doch der Vater sucht mit allen Mitteln eine
Verbindung mit dem
neun Jahre älteren Musiker zu verhindern.
Nach jahrelangem Kampf erstreiten die Liebenden die
Heiratserlaubnis.
»Deine Briefe sind mir wie
Küsse«
schreibt der
zwanzigjährige Johannes an die Frau des Komponisten Robert
Schumann.
Während die vierzehn Jahre ältere Clara als
Pianistin den Lebensunterhalt für die Familie verdient,
kümmert sich der junge Musiker um ihre Kinder und den
kranken Freund,
der nach einem Selbstmordversuch in der
Nervenheilanstalt lebt.
Aus Zuneigung, Trost und Zärtlichkeit wird mehr:
»Die Leiden des jungen... Brahms«
Michail Krausnick hat die
romantisch-tragische Liebesbeziehung dreier
Musiker
aus
ihren Briefen und Tagebüchern herausgelesen und
zusammengestellt.
DU BIST MIR SO UNENDLICH LIEB!
ISBN 978-3-939540-63-2
9,80 Euro
Wellhöfer
Verlag,
Mannheim

Gegen Rassismus, Menschenverachtung
und rechte Gewalt
"Z 10540 - Behalt
das
für dich!"
ELSES GESCHICHTE
Ein
Mädchen
überlebt
Auschwitz
Die
Geschichte der Else Schmidt
Erzählt
von Michail Krausnick

mit Bildern
von Lukas Ruegenberg
Gebundene
Ausgabe 12,90 Euro
Platz 1 auf der
Deutschlandfunk-Bestenliste
"Die besten 7 Bücher für junge Leser"
Eine Jury mit 28 Juroren aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz ermittelt einmal im Monat die besten Bücher.
»
Unterrichtsmaterialien
- Verlag:
Sauerländer Düsseldorf

Z 10540
Else, behalt das
für dich!
Als achtjähriges
Mädchen überlebte Else die Konzentrationslager Auschwitz und
Ravensbrück.
60 Jahre danach wurde
sie von der Königin von England in ihr Schloss zu einer Audienz
eingeladen. Auch Queen Elizabeth war zu jener Zeit ein Kind. Ihr
Land hat im Krieg gegen die Nationalsozialisten gekämpft und
Deutschland von der Diktatur befreit.
Die Königin hat
sich für Elses Geschichte interessiert, für das
außergewöhnliche Schicksal eines Hamburger Mädchens,
das zur Zigeunerin abgestempelt wurde und dem Rassenwahn
der Nationalsozialisten ausgesetzt war. Wie durch ein Wunder hat sie
das Todeslager überlebt.
Eine Geschichte, die
Else vergessen und verschweigen sollte.
So lautete der Befehl der Nazis, und so wollten es viele:
"Else, behalt das
für dich!"
Doch Erinnerung ist
wichtig. Für eine bessere Zukunft.
Nicht nur für
Königinnen.
dazu:
AUF WIEDERSEHEN IM HIMMEL
jetzt als ARENA-Taschenbuchausgabe
Durchschnittliche
Kundenbewertung: *****
Ein
einzigartiges Buch!
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Rezensentin/Rezensent:
Rezensentin/Rezensent aus München, Bayern
Deutschland |
Dieses Buch erzählt von einem kleinen Mädchen
das in der
Nazizeit in ein Kinderheim gekommen ist.
Es ist fantastisch erzählt und traurig zugleich.
Eine Ohrfeige rettet Ihr das Leben!
LESEN!!!!!!!! Es lohnt
sich!
Dieses Buch sollte
neben dem
Tagebuch der Anne Frank
zur Pflichtlektüre deutscher Schüler
gehören.
Karin
Gündisch, Badische Zeitung

AUF
WIEDERSEHEN IM HIMMEL
Die
Geschichte der Angela Reinhard
176 Seiten,
Fotos und Dokumente,
€ 6,50 ISBN
3-401-02721-2
»Unterrichtseinheit,
erarbeitet
von Peter Bräunlein,
herausgegeben
von Prof. Peter
Conrady
Denkanstoß
für die heutige Zeit
Durch
Gespräche mit Angela Reinhardt sowie… anderen Überlebenden,
durch gründliche
Recherche arbeitet Michail Krausnick sich an das Thema heran. Als
Zeugnis
dieser Arbeit hat er… wichtige Dokumente und Bilder angefügt.
Beeindruckend!
Er
schildert nüchtern, sachlich und doch ergreifend. Kein
Betroffenheitskommentar,
kein Urteil, keine Klage, eine einfache Tatsachenberichterstattung
eingepackt
in der Geschichte der Angela Reinhardt. Daneben lässt er dem Leser
Raum für eigene
Gedanken, Interpretation und Empfindung. Das Zusammenspiel dieser
beiden Pole
zeichnet die Geschichte aus, hebt sie ab vom Üblichen…
Es
ist ihm gelungen, die systematische Vernichtung der Sinti und Roma auf
eine großartige
Weise weiterzugeben,
als Denkanstoss auch für die heutige Zeit und Politik.
Sehr empfohlen.
Christina Messmer, PHZ Luzern,
Fachstelle Lesen
Hervorragend
als Klassenlektüre geeignet
Die
authentische Geschichte eines jungen Mädchens wird durch die
beigefügten
Fotografien und Aktennotizen anschaulich und begreifbar und spricht so
Gleichaltrige unmittelbar an. Das Buch ist auf eine leise, trotz der
Brisanz
sachliche, gut verständliche Weise geschrieben. Es ist
hervorragend als
Klassenlektüre geeignet, um die Schrecken der Naziherrschaft und
insbesondere das
wenig bekannte Schicksal der Sinti und Roma zu verdeutlichen.
Monika
Eckert, Jugendschriftenausschuss des BLLV, München
Geschichte
fesselt Schüler
Fünf
Haupt- und Realschulklassen waren in die Stadtbücherei gekommen,
um eine Lesung
von Michail Krausnick zu hören. Am Vortag des 9. November, an dem
vor allem an
die Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus erinnert wird, las er
aus
seinem Buch „Auf Wiedersehen im Himmel“… Sehr eindringlich gelang
Krausnick die
Schilderung der Person Angela Reinhardt als Kind und als alte Frau, die
heute
noch in ihren Träumen das Trauma ihrer Kindheit nacherlebt… Zur
Lesung waren
die Schüler in zwei Gruppen gekommen – beide Male gelang es
Krausnick, die
Jugendlichen zu fesseln. „Wir können nichts dazu, dass das alles
passiert ist.
Aber wir können uns um das heute und morgen kümmern, damit so etwas nie
wieder
geschieht“, so
Krausnicks Appell.
Juliana
Eiland-Jung,
BZ Lahr
Angela
und ihre Herzensmutter
Michail
Krausnick, der sich schon in „Da wollten wir frei sein" mit Leben und
Leiden der Sinti beschäftigt hat, macht in einer Mischung aus
Erzählung und
Dokumentartext auf ein verdrängtes Thema aufmerksam. Das Buch
gibt ein
erschütterndes Bild aus einer barbarischen Zeit, in der
Kinder ermordet wurden,
weil sie einer „minderwertigen Rasse" angehörten. Angela
Reinhardt hat
ihren Vater und ihre Herzensmutter wieder gefunden und ist heute 66
Jahre alt.
Sie selbst kommt auch zu Wort. Sie berichtet von ihren
Kindheitserlebnissen und
von ihrer Trauer um die Kinder der St. Josefspflege. Dieses Buch sollte
neben dem
Tagebuch der Anne Frank zur Pflichtlektüre deutscher Schüler
gehören.
Karin
Gündisch, Badische Zeitung
Wir
Überlebenden sind die Ausnahme
erklärt
Franz Reinhard, genannt "Der Einarmige, seiner Tochter Angela nach dem
Zweiten Weltkrieg. Alle weiteren Mitglieder der deutschen Sinti-Familie
sind in
Auschwitz-Birkenau ermordet worden. Im Oktober 1939 waren Angela, ihr
Vater und
dessen zweite Frau in die Wälder Schwabens geflüchtet, um der
Registrierung
der NS-Behörden zu entgehen. Es gab für die Sinti keinen
Zweifel an den Zielen
der nationalsozialistischen Rassenpolitik, ebenso wie es später
für alle
Beteiligten klar war, dass die Deportation nach Auschwitz die
Vernichtung
bedeutete. Die fünfjährige Angela erlebt diese Zeit des
Versteckens als ein
großes Abenteuer, allein das ist ihr Leben. So erscheint ihr die
Stadt
Friedrichshafen, in die sie zu ihrer leiblichen - nach NS-Kriterien
arischen -
Mutter gebracht wird, nachdem die Sinti-Gruppe in den Wäldern
festgenommen
wurde, als völlig fremd und falsch. Das Zusammenleben mit der
Unbekannten, die
ihr keine Muttergefühle vermitteln kann, gelingt nicht, Angela
wird vom
Jugendamt in verschiedene Kinderheime eingewiesen. Hier entwickelt sie
sich gut,
lernt gern und genießt das Zusammensein mit den anderen Kindern,
die ebenfalls
als "Gemeinschaftsfremde" gelten. Als "Zigeunermischling (+),
wie das Mädchen - angeblich wissenschaftlich – eingeordnet wird,
hätte Angela
zu den 40 Kindern gehören müssen, die am 9. Mai 1944 aus der
St. Josefspflege
in Mulfingen nach Auschwitz deportiert worden sind. Ein
verwaltungstechnischer
Mangel in der Listenführung lässt ihr Fehlen nicht
auffällig werden: "Du
gehörst nicht dazu!" Damit und mit einer Ohrfeige schickt
Schwester Agneta
die Schülerin in ihr Zimmer. Angela ist verzweifelt, sie wird
ferngehalten von
einem "Ausflug, so erklären es die Betreuerinnen. Erst die
Begegnung mit
Johanna, einer älteren Mitschülerin, die genau weiß,
welches Schicksal die Kinder
erwartet und sich vergeblich weigert mitzukommen, öffnet ihr die
Augen. Angela
überlebt den Krieg wie nur vier der deportierten Kinder dadurch,
dass sie
ausgeschlossen wurde. Eine solche Paradoxie rettet auch ihre Familie:
Nach
mehrmaligen Fluchten können sich Franz und Appolonia Krämer
einem Kommando von
russischen Zwangsarbeitern anschließen. Diese Menschen verraten
sie nicht,
sondern schützen die beiden vor der Enttarnung. Sie überleben
als angeblich
Angehörige einer Gruppe, die zwar ebenfalls als "Untermenschen"
gilt
und so von der NS-Politik behandelt wird, aber nicht der
planmäßigen
Vernichtung unterliegt. Sein Leben lang wird das "Zigeunerkind"
Angela Reinhard wissen, was es heißt, eine Ausnahme zu sein.
Auch
dieses Buch ist eine Ausnahme. Michail Krausnick schildert auf der
Basis fundierter Recherchen die Lebens- und Leidensgeschichte des
Mädchens,
ohne in falsches Mitleid oder vorgegebene Betroffenheit zu verfallen.
Die
Darstellung des Erzählten beruht in Stil und Tonfall auf den
Erinnerungen der
Angela Reinhard, so kann auch in kurzen Überleitungssätzen
die Zeitzeugin
selbst zu Wort kommen. Gleichzeitig gelingt in den übrigen,
deutlich längeren
Erzählerpassagen die Einflechtung des historischen Hintergrundes,
der das
Erlebte verständlich macht. Die im Anhang dokumentierten
Materialien (Briefe
und Fotos) erlauben eine weitergehende Bearbeitung, Einordnung und
Überprüfung
des Erzählten. Obwohl das Buch deutlich Stellung bezieht, bleibt
der Leserin
und dem Leser genug Raum für eigene Fragen und Bewertungen. Vieles
ist noch zu
klären und zu diskutieren, z.B. die Rolle der "Rassenkunde" und
deren
scheinwissenschaftlichen Theorien oder die Frage, wie das Verhalten der
katholischen Kirche zu bewerten ist. Welche Folgen hat das Erlebte
für die
Überlebenden, wie können sie damit zurechtkommen? Gegenwartsbezüge
liegen auf der
Hand, Ausgrenzung und Diskriminierung haben heute vielleicht
andere
Erscheinungsformen, sind aber aus der Gesellschaft nicht verschwunden.
Was kann
der Einzelne tun?
Besonders
ist das Buch auch durch die Konzentration auf eine Opfergruppe, die
meist am
Rande erwähnt wird; übermächtig erscheint die Erinnerung
an die Shoah durch die
viel höhere Zahl der ermordeten Menschen jüdischen Glaubens.
Aber es geht nicht
um Zahlen. Jede Geschichte eines Opfers der menschenverachtenden
NS-Ideologie
ist es wert aufge-schrieben zu werden und kann Gegenstand für eine
Beschäftigung als Form der Erinnerung sein. "Auf Wiedersehen im
Himmel" ist ein sehr geeignetes Buch für den Politik-,
Geschichts-,
Religions- und Deutschunterricht im Sek. I, kann aber ab etwa
zwölf Jahren von
Interessierten eigenständig gelesen werden. Für den
Unterricht hat der Verlag
Materialien erarbeit, der Südwestfunk hat zusammen mit dem Autor
eine
Fernsehdokumentation produziert. Bewertung:
sehr empfehlenswert.
Arbeitsgemeinschaft
Jugendliteratur und Medien,
Niedersachsen, (Imh)
Der
WELTBILD-VERLAG hat in der Sammler-Edition "Mutige Frauen im Dritten
Reich" eine Hardcover-Ausgabe von "Auf Wiedersehen im Himmel!"
vorgelegt

"Wenn Sie
sagen, dass Sie ein Historiker sind, so imponiert mir das
überhaupt nicht.
Erst will ich wissen, was für einer sie
sind. Es gibt gute Historiker und schlechte Historiker, wie es gute und
schlechte Bäcker, und wie es gute und schlechte Scherenschleifer
gibt."
Eine
Überlebende des Holocaust zu einem anderen deutschen Historiker im
Berliner Reichstag
ein
nicht gedruckter Leserbrief
Denkmal-Streit:
Sinti, Roma oder Zigeuner?
Die derzeitige Diskussion um die Denkmalsinschrift empfinde
ich als
unwürdig und beschämend.
Ein Mahnmal muss die Opfer ehren und
darf sie nicht
beleidigen. Ist es denn nicht weltweit
ein selbstverständliches
Gebot des
Anstands und der Höflichkeit, Menschen und Volksgruppen
mit ihrem
richtigen,
dem eigenen Namen anzusprechen? Kann man wirklich – zumal für
einen Gedenkstein
– eine Fremdbezeichnung fordern, die lexikalisch und juristisch
leider
nach wie
vor
als Schimpfwort und Diskriminierung gebräuchlich ist?
Während meiner Gespräche mit Zeitzeugen und
Überlebenden des Völkermords in
ganz Deutschland
habe ich stets wahrgenommen, dass die unter dem
damals rassistisch
terminierten NS-Begriff „Zigeuner"
verfolgten, gequälten,
gedemütigten und
ihrer Verwandtschaft beraubten Menschen sich von dieser
Bezeichnung
verletzt und beleidigt fühlen, und dass sie endlich so genannt
werden
wollen,
wie sie
wirklich heißen.
Seit dem Jäckel-Artikel erhalte ich Anrufe
von
hochbetagten Überlebenden mit der Frage,
ob es – zumal nach
den
Neonazi-Auftritten in Sachsen - jetzt
wieder losgehe?
Viele ältere Menschen sind niedergeschlagen,
enttäuscht und
entsetzt.
Auch Historiker sollten fähig sein, hinzuzulernen und
sich nicht auf die
Sprache der Mörder versteifen.
Es hilft den Überlebenden
wenig, wenn Herr
Jäckel persönlich es nicht abwertend verstehen will -
die Vorgänger und Nachfolger der Nazis
meinten und meinen es so. Und die Volksetymologie
ist leider
mächtiger,
gewalttätiger, mörderischer als alle noch so korrekten akademischen Herleitungen.
Wäre in den
USA
ein Gedenkstein mit der Inschrift für den „als Nigger“ ermordeten
Martin Luther
King
diskutierbar? Gedachte im
vergangenen Jahr die Bundesrepublik Deutschland in Namibia der von den
Kolonialtruppen niedergemetzelten Hereros etwa „als Neger“? Es mag
mühsam sein,
umzulernen und
rassistischen und kolonialistischen Sprachgebrauch zu
meiden.
Die Betroffenen allerdings haben ein Menschen-Recht darauf.
Es beleidigt nicht nur die Opfer, es beschämt uns alle,
wenn im Land der
Täter ein Historiker und
eine Staatsministerin den
Angehörigen arrogant und
ignorant vorschreiben wollen, unter welchem Namen
ihre Toten auf einem
Denkmal
genannt sein sollen. Eigenartig auch, wenn von beiden eine
bei den
Opferverbänden wenig bekannte, keineswegs repräsentative
Kölner „Sinti-Allianz“
als Nothelfer
herbeizitiert werden muss, um einen solch unwürdigen
Streit zu
entfachen.
Soviel zum Schlagwort „Zigeuner“. Der Begriff Roma meint
übrigens nicht nur
die deutschen
und die osteuropäischen Rom, sondern europa- und
weltweit (z.B.
in der EU und UNO) alle Menschen
dieser Volksgruppe, die in der Regel -
selbst
von einem deutschen Professor - nicht mit einer altvorderen
Fremdbezeichnung etikettiert
und herabgewürdigt sein will.
Dr. Michail
Krausnick
"Wenn Sie meinen, daß Sie
mich
einfach Zigeuner nennen dürfen,
weil Sie es nicht so meinen,
wie es gemeint ist, dann darf ich Sie ja auch NAZI nennen,
und
behaupten, daß ich es nicht so meine, wie es gemeint ist."
Der
Auschwitzüberlebende Josef Reinhardt zu einem süddeutschen
Politiker

Michail
Krausnick / Daniel Strauß
Von
Antiziganismus
bis Zigeunermärchen
Handbuch Sinti
und Roma von A bis Z
ISBN 978-3-8370-5729-4,
Paperback, 144 Seiten, € 12,90
Von A bis Z, von
Antiziganismus bis
Zigeunermärchen, von Abschiebung bis Zwangsarbeit finden sich in
diesem
Handbuch informative Stichwörter zur Geschichte und aktuellen Lage
der
Sinti und Roma. Zahlen, Daten, Fakten zum Nachschlagen bietet dieser
Band, aber auch Anregungen zum Weiterlesen und die nach wie vor
unumgängliche Auseinandersetzung mit Falschmeldungen und
Vorurteilen.
Verstrahlte Utopien
und andere "Restrisiken"
GELIEBTER KLON

Utopien der Liebe
Vier Erzählungen
Science
Fiction
Sonderausgabe der edition durchblick
als e-book im epubli-buchshop
oder bei
erhältlich
112 Seiten, Broschur, 14,80 Euro
ISBN 9783869312293
Michail Krausnick, Autor von
SF-Romanen (Im Schatten der Wolke, Lautlos
kommt der Tod) und zahlreichen SF-Hörspielen (Die
Friedenswaffe, Das
Lord-Byron-Projekt u.a.)
versammelt in diesem Band vier Geschichten,
die von den Utopien der Liebe erzählen:
- im total kontrollierten Sonnenstaat, in dem Liebe strengstens
verboten ist,
- in einer Fantasy-Welt, in der Liebe erste Bürgerpflicht ist
und Liebesverweigerer gnadenlos verfolgt werden,
- in einer genmanipulierten Zukunft, in der Liebende bis in alle
Ewigkeit geklont werden, und
- auf einem Planeten, der nach dem Atomschlag mit ADAM und EVA noch
einmal von vorn beginnen muss.
 Neuausgabe
des SF-Klassikers
aus den 80er Jahren - Supergau in einem Chemiewerk,
Allergie gegen Menschen - "Eine Liebe in Lebensgefahr?" -
erhältlich im e-publi-buchshop
Das Buch zum
"Erzberger-Jahr
2011"
(Haus
der Geschichte, Baden-Württemberg)
26. August 2011 - 90. Jahrestag seiner Ermordung
Michail
Krausnick Günter Randecker
Matthias
Erzberger
Konkursverwalter
des Kaiserreichs
und
Wegbereiter der Demokratie
ein
biographisches Porträt
Reihe Rhein-Neckar-Brücke, Bd. 2
ISBN
3-8334-3586-0
10,-
€
Seine Unterschrift
beendete
den
Ersten Weltkrieg
Aufgewachsen
in einfachen Verhältnissen macht
der
1875 im schwäbischen Buttenhausen geborene Matthias
Erzberger
eine
erstaunliche Karriere:
vom
Volksschullehrer zum Redakteur und jüngsten
Reichstagsabgeordneten.
Seine
politische Leidenschaft und sein ausgeprägter
Gerechtigkeitssinn
wurzeln
in christlicher Überzeugung.
Im
Ersten
Weltkrieg wandelt sich der Zentrumsabgeordnete
vom
Kriegsverfechter zum Vater der Friedensresolution und
Vordenker
des
Völkerbundes.
Mit
seiner Unterschrift unter den Waffenstillstandsvertrag beendet er
im
November 1918 ein sinnloses Blutvergießen und versucht
in
zähen Verhandlungen die Lasten der Niederlage zu mildern.
Als
Finanzminister entwickelt Erzberger die bis heute wirksame
Finanzreform
und Finanzverwaltung.
Aber
er will mehr: Soziale Gerechtigkeit und "Christlicher
Solidarismus"
sollen
zum Fundament der Demokratie werden.
Den
Ewig-Gestrigen, Antisemiten und Militaristen allerdings ist
der
bekennende Katholik ein Dorn im Auge.
Matthias
Erzberger, der
"heimliche Kanzler", wird Opfer einer Attentatsserie,
die
1919 mit dem Mord an Rosa Luxemburg und
Karl Liebknecht begann,
sich
mit dem tödlichen Schüssen auf
ihn und 1922 auf Walther Rathenau
fortsetzte
und in Nazidiktatur, Krieg und
Völkermordverbrechen endete.
Am
26. August 1921 wird Matthias Erzberger von zwei Mitgliedern
der
rechtsradikalenTerror-Organisation "Consul"
ermordet.
"Die knappe,
spannend geschriebene Kurzbiographie
über den
"Wegbereiter" und "heimlichen Kanzler" der Weimarer
Republik,
den "Konkursverwalter
des Kaiserreichs", wie ihn Kurt Tucholsky nannte,
porträtiert einen
katholisch geprägten Zentrumspolitiker, der
für seine christlichen,
sozialen und
demokratischen Überzeugungen ebenso wie für
seine Friedenspolitik
zu einem der ersten
Opfer rechtsradikaler Gewalt wurde.
Erzbergers Lebenslauf
ist signifikant für den fatalen deutschen
Weg
vom Kaiserreich in
die NS-Diktatur - und für die
Katastrophen zweier Weltkriege."
"Man sollte die
Ermordung Erzbergers zum Tag der Republik machen!"
forderte 1921 Otto
Flake.
Der Schriftsteller
Michail Krausnick und der "ultimative
Erzberger-Kenner" Günter Randecker bieten mit dem reich
illustrierten Bändchen einen mitreissenden
ersten Einstieg
und vermitteln eine
vielfach versäumte Lektion deutscher
Geschichte,
die heute dringender
denn je ins Gedächtnis politisch und
historisch Interessierter gehört.
Ein absolutes Muß
für den demokratisch aufklärenden
Geschichtsunterricht!"
"BUCHTIPP
FÜR ANGELA MERKEL...
Ein
großer konservativer Politiker. der sich dadurch auszeichnete,
dass er Christentum und Demokratie ernst nahm und, weil er es ehrlich
meinte, dafür sein Leben riskierte. Ein großes Vorbild,
gerade für heutige Lobby-Politiker, die das große C nur noch
scheinheilig im Parteinamen führen!"
(Edwin
Klotz, Politik und Christentum heute)
"Damit
die Menschen
menschlicher werden -
Krausnick hat,
das zeigte die Dettinger Lesung, ein gutes Gespür für
die jugendgerechte Darstellung von brennenden Fragen der Zeit. Ihm ist
ein couragiertes Sach- und Menschenbuch gelungen."
Günter
Randecker, Südwestpresse
 
BEHINDERUNG -
Wer behindert wen?
Edition Menschenrechte/Handicap International
Sachbuch mit zwei Erzählungen
Herausgegeben von Marion Schweizer
Horlemann-Verlag, 12,90 €
ISBN 978-389502-288-3
Zwei Geschichten erzählen von Menschen mit Behinderungen in
Deutschland und Brasilien. Ein Kind mit Downsyndrom wird von einer
Familie aufgenommen, die sich fortan mit den Vorurteilen von Verwandten
und Nachbarn und mit Anfeindungen von Rechtsextrem- isten
auseinandersetzen muss. Ein Jugendlicher aus einer brasilianischen
Favela muss nach der Amputation eines Unterschenkels seinen
großen Traum begraben, ein Fußballstar zu werden. Ein
ausführlicher Sachteil informiert über Ursachen und Formen
von Behinderungen hier und in Entwicklungsländern, das
Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten, die Geschichte der
Behindertenbewegung, die neue UN-Konvention
über die Rechte von
Menschen mit Behinderungen.
Kontakt für
Bestellungen und Lesungen: Marina Beck
Tel. 089/54 76 06 29
mbeck@handicap-international.de
dtv-
Porträt
JACK
LONDON
Goldgräber
und Klassenkämpfer
"...ein
besseres
Amerika ist vorstellbar!"
ISBN 3-423-31085-5 # 192 S.
Zahlreiche
Abbildungen #
10,--€

Zeitlebens
träumte er den Traum der Gründerväter und Pioniere,
nicht nur vom großen Geld, sondern auch von einem freieren und
gerechteren Amerika.
Kinderarbeiter, Pirat, Seemann, Arbeitsloser, Vagabund,
Goldsucher,
Zuchthäusler, Sozialist, Farmer, Kriegsreporter - Jack London
(1876 -
1916) lebte viele Leben und führte Buch darüber: Bücher,
wie
“Wolfsblut” und “Der Seewolf”, die ihn weltweit zum Bestsellerautor
machten. Noch Jahrzehnte über seinen Tod hinaus wurden er und
seine
Leser von CIA und FBI wegen “unamerikanischer Aktivitäten”
beobachtet.
Das neue Porträt räumt nicht nur mit den Gerücht auf,
der
erfolgreichste Schriftsteller seiner Zeit habe mit 40 Jahren Selbstmord
begangen. Es zeigt auch den abenteuernden Autor als Medienstar, ebenso
wie den Streiter für ein soziales Amerika, den weitsichtigen
Utopisten
und den ökologisch bewussten Land- und Weltverbesserer, in einem
neuen
Licht - auch mit seinen Schwächen und Fehleinschätzungen.
Buchkritik, Deutschlandradio Kultur, 4.12.06
Inhaltlich
bietet
die Biographie für viele Leser Neues, vor allem in zwei
Bereichen: Erstens räumt er mit der anscheinend unausrottbaren
Legende um Jack Londons vermeintlichen Selbstmord auf...
Exakt zeichnet
Krausnick den
Todeskampf in der Nacht vor dem Tod nach; im Faksimile-Abdruck des
Totenscheins heißt es lapidar: Nierenkolik mit Urämie. Und
neu für viele Leser wird auch Krausnicks komplexe Darstellung von
Londons Engagement für die sozialistische Idee und für
kommunistische Utopien sein, dessen Engagement als, wie er es selbst
nannte, Klassenkämpfer.
Die
Jack-London-Biographie von
Michail Krausnick avanciert wegen ihrer Qualität zu einem neuen
Standardwerk, auf der anderen Seite schon deshalb, weil es derzeit auf
dem Buchmarkt überhaupt keine andere Biographie mehr gibt...
Michail Krausnick hat eine katastrophale Lücke geschlossen, und
das äußerst gelungen.
Lutz Bunk
#########################################################################################
Eindrucksvoll schildert Krausnick
das
intensive Leben Londons, der in
seinen knapp 41 Jahren mehr erlebte als so mancher 80jährige. Es
überrascht zu lesen, weshalb seine Abenteuerromane so realistisch
geschrieben sind: Jack London hat sie - mehr oder weniger - selbst
erlebt.
Ein kurzer
Abriß?
Mit 14 arbeitet
er in einer
Konservenfabrik, mit 15 wird er Austernpirat, mit 16 wechselt er zur
Fischerpolizei, mit 17 wird er Matrose auf einem Robbenfänger-Schiff.
Kaum eine Atempause bleibt;
ständig warten neue Katastrophen und Abenteuer auf ihn. Ob als
Landstreicher, Goldsucher oder Reporter, der über das Elend im
Londoner East-End schreibt: Jack bleibt immer Herr der Lage. Und
parallel dazu der zweite Kampf: Sich als Schriftsteller durchzusetzen
wird zu einem Gewaltakt,der viel Durchhaltevermögen erfordert.
All dies ist
spannend in Szene
gesetzt, packend geschrieben von Krausnick, der nicht mit Zitaten
des Meisters selbst spart. Ein Buch, das man erst aus der Hand legen
kann, wenn man es ausgelesen hat.
Jens Bojaryn, Fachbereich
Philosophie,Essen
(Amazon.de an der Uni-
Studentenrezension)
Es
geschah vor 200 Jahren...
der
Heidelberg-Krimi
BERUF:
RÄUBER
im
Wellhöfer-Verlag, Mannheim
mit erweitertem Anhang
. Lieder des
Mannefriedrich
. Historische
Materialien im
Anhang
9,80
Euro ISBN: 978-3-939540-38-0
SCHILLER UND "DIE
RÄUBER"
Das Räuberleben
zur Zeit Napoleons, Goethes und Schillers -
der Räuberdichter Friedrich Schiller wurde zum Klassiker geadelt -
der Räuberdichter Mannefriedrich in Heidelberg öffentlich
hingerichtet.
"Das
Buch ist so spannend zu lesen wie ein Krimi. Nur: Es
ist kein Krimi.
Den Mannefriedrich und seine Bande hat es wirklich gegeben – im Odenwald.
Sie haben 1811
bei einem Postkutschenüberfall einen Kaufmann getötet,
sind
gefasst und in Heidelberg mit dem Schwert
hingerichtet worden."
Am 07.01.2008 lief auf Bayern 2 in der
Reihe radioWissen ein
15 Minuten Beitrag zum Buch von Michail Krausnick, der als mp3-file
heruntergeladen werden kann download
starten
auch
als
HARDCOVER erhältlich:

ISBN
978-3-8370-0506-6
156
Seiten, Hardcover, 19,90 EUR
Reihe
Rhein-Neckar-Brücke, Bd. 6
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DER PFÄLZER
AL CAPONE
Die Geschichte des
Bernhard Kimmel
Roman, 226 Seiten, €
12,80
Neuausgabe im
Wellhöfer
Verlag,
Mannheim
ISBN 3-939540-44-1
Biographischer
Roman
über
die Jugendjahre des als
"Al
Capone von der Pfalz"
berüchtigten
Bankräubers Bernhard
Kimmel
Die
wilden 50er
und 60er Jahre
an
der Weinstraße und im Pfälzer Wald,
in
Lambrecht, Neustadt, Speyer, Landau, Dürkheim, Ludwigshafen
u.a.
Hinter dieser erzählten
Wirklichkeit
kann sich mancher Krimi verstecken.
(Der)
Tatsachenroman, den (im
Bekanntenkreis getestet) selbst der muffeligste Leser innerhalb von
drei Nächten zu Ende bringt, ist nicht nur spannend. Er
ist auch ein detailreiches
Zeitzeugnis von den letzten
Kriegsjahren bis zur wohlanständigen Fassade der
fünfziger Jahre, an der "Al Capone" kräftig kratzt.
Rita Reich, Badische Neueste Nachrichten
Eine Story wie aus dem Kino... spannende
Zeitgeschichte... packendes Zeitpanorama der Kriegs- und
Nachkriegsjahre, das der Schriftsteller als
"Kriminalentwicklungsromanbiographie" beschreibt.
Kirsten Baumbusch, Rhein-Neckar-Zeitun
Weitere
Titel von Michail
Krausnick in der edition durchblick:
MODERN MODERN
gegen
satz und
wider
wort
Sprechende Titel
Ja, also in der Vorweihnachtszeit, so etwa am 24. Dezember vormittags,
da überwinde ich dann ja geschenkehalber schon mal meine
Schwellenangst und wage mich in die heiligen Hallen einer Buchhandlung.
Zu diesem Zeitpunkt hat man nämlich die größten
Chancen,
etwas wirklich Gutes zu bekommen.
Die schlechten Bücher, also die Bestseller, sind fast alle schon
ausverkauft,
die Paletten abgeräumt, die Spreu vom Weizen getrennt. Und das
Gute liegt so nah.
Jetzt kaufen nur noch Nachzügler, oft mit einem Zettel in der
Hand,
auf dem ein merkwürdiger, aber schwer zu merkender Buchtitel steht.
Also, wie gesagt, ich genieße das: die geleerten Regale, die
Bestsellerfreiheit, die genervten Buchhändler, und alle die
komischen Stadtneurotiker, die sich nur unter Zwang entscheiden
können, und kurz vor
Ladenschluss dann doch noch last-minute ein Buch buchen möchten
oder
müssen.
Den Titel stottert er (oder sie) dann der Verkäuferin vor. Meist
vergeblich,
denn an diesem Heiligen Tag, in dieser Stunde herrscht
Bestsellerfreiheit, High Noon,12 Uhr mittags.
Zum Beispiel, ist schon ein paar Jahre her, da stand ich direkt
daneben,
als sich eine junge Frau einen Buch von Gaby Hauptmann wünschte.
Sie war, mit Susanne Fröhl-ich zu sprechen, ein wenig moppel-ich
beziehungsweise trächt-ich. Mit anderen Worten hoch-,
um nicht zu sagen allerhöchst schwanger.
Und auf die Frage der Buchhändlerin: “Ja bitte, Sie
wünschen...?”,
schob sie ihren Bauch vor die Theke und nannte einfach nur den Titel:
“Suche impotenten Mann fürs Leben!”
Die Buchhändlerin erstarrte angesichts der schwellenden
Leibesfrucht,
hielt sich entsetzt die Hand vor den Mund, und stammelte:
“Zu spät!”
“Wie zu spät?”
“Alle schon weg! Aber... Eva Heller hätte ich noch:
“Beim nächsten Mann wird alles anders!”
“Nein danke, das habe ich schon.”
Tante Else zum Beispiel, liebte diese lebenshelfenden Bücher sehr,
und vor allem diejenigen, deren Titel so vielsagend sind,
dass man sie gar nicht erst lesen muss.
Im Titel ist alles drin. Aktion Lebenshilfe, wie gesagt.
Und Bestseller, selbstverständlich.
Tante Else kaufte ständig diese schlauen Bücher. “Wenn Frauen
zu sehr lieben”, “Frieden ist machbar!”, “Warum Männer nur selten,
und Frauen so
oft...”, “Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse kommen
überall
hin!”, “Du kannst mich einfach nicht verstehen”,“Liebe ist nur ein
Wort”,
“Lerne klagen, ohne zu lachen!”, “Simplify your life!”- “Versimple Dein
Leben!” - oder: “Passen Sie gut auf sich auf!” von Pastor Fliege.
Je nach Besuch und Stimmungslage legte oder stellte Tante Else diese
Bücher dann so ins Blickfeld, dass der jeweilige Gast gleich
am
Rätseln war, was wohl diesmal gerade mit ihr los war.
Und was sie damit sagen wollte.
Meistens war es “Sorge dich nicht -
lebe!”,
dieser amerikanische Dauerbrenner, mit dem sie ihre allzeit bereite,
hochsensible, aber durchaus optimistische Grundhaltung schon mal im
Vorfeld
signalisierte.
Mehr ein Zufall war es allerdings, dass an jenem Tag, an dem Tante Else
das Zeitliche segnete, ein Buch von Hape Kerkeling auf ihrem Nachttisch
lag: “Ich bin dann mal weg!”
Nun ja. Mit bestimmten Buchtiteln sollte man sowieso - nicht nur in der
Vorweihnachtszeit - vorsichtig sein, am besten gar nicht erst
aussprechen,
sondern einfach einen Zettel vorzeigen.
Statt die Buchhändlerin nach der Enkeltochter der Wanderhure zu
fragen, oder, ob sie Feuchtgebiete habe - und damit vielleicht eine
Ohrfeige zu
riskieren.
Es kann ja auch sein, dass man, habe ich selbst erlebt, vor allen
Kunden blamiert wird.
Ist schon etwas her, aber auch zur Weihnachtszeit. Wahrscheinlich
kennen Sie ja die wunderbaren Comics von Walter Moers vom Käptn
Blaubart und dem
kleinen...
Punkt. Punkt. Pünktchen.
Also ich war es ja nicht, aber ein Freund, der das Buch noch in
allerletzter Minute als Weihnachtsgeschenk erwerben wollte. Also wir
waren so am Reden, plötzlich kommt die bildhübsche
Verkäuferin auf uns zu
und schon ging es los mit
“Kann ich Ihnen helfen? Suchen Sie was Bestimmtes? Haben sie einen
Wunsch?”,
und mein Freund ist so perplex, geht mit ihr an die Verkaufstheke,
kriegt kaum noch den Titel zusammen, sagt es dann doch,
und plötzlich schreit die Schöne durch den ganzen Raum:
“Sabine, hier ist ein Kunde, der ein Kleines Arschloch will,- haben wir
das noch?"
Darauf die Antwort aus der hintersten Ecke, fast schon gebrüllt:
"Nein, Arschloch ist aus!"
Aber die liebenswürdige Verkäuferin gibt nicht auf: "Warten
Sie mal!
Vielleicht doch,- weil Sie es sind." Und schon schallt es über die
Sprechanlage:
"Kleines Arschloch,
Ist noch ein Arschloch im Lager?"//
"Was? Wie bitte?"//
"Ob Du ein Kleines Arschloch hast?"
Und nach langem Hin und her, endlich die frohe Botschaft:"Jaja, ich hab
eins!"//
"Oh ja, danke, Sven! - Also bitte, wer war das noch mal mit dem
kleinen..., wer wollte ein....???"
Nun ja, fröhliche Weihnachten!
Mein Freund hatte bereits fluchtartig den Buchladen verlassen.
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