Neuerscheinung
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ROSE GRANDISSON - der romantische Krimi aus der Kerzenleuchter- und Postkutschenzeit erzählt eine wahre Geschichte nach alten Gerichtsakten: den Aufstieg des Gauner- und Hochstaplerpärchens Carl und Rose Grandisson vom Armenhaus in Kopenhagen bis in die ersten Kreise der Heidelberger Gesellschaft9 um 1810, diemVerhaftung und den Selbstmord Carl Grandissons sowie den Versuch des Untersuchungsrichters Rose Grandisson in monatelagen gnadenlosen Verhören zu einem Geständnis zu zwingen.

"Buchtipp des Monats"
Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF)

Sascha Spataru im Gespräch mit Sabine Neuffer ptstrasse

ROSE GRANDISSON
Gefangen in Heidelberg

"Der historische Roman erzählt nicht nur einen Kriminalfall, sondern er gibt auch einen großartigen Einblick in die Situation Heidelbergs um 1815. Michail Krausnick, Wahlheidelberger und Drehbuchautor, ist auch ein guter Erzähler..."
Sascha Spataru, RNF

"... der Erzählstil ist richtig gut, es macht Spaß zu lesen..."

Sabine Neuffer
Buchhandlung Schmitt und Hahn

Duell zwischen "Bluthund" und Hochstaplerin - ein spannendes Katz- und Maus-Spiel.
Mannheimer Morgen

Gefeiert, gedemütigt - viele Jahre lassen sich die Heidelberger blenden - doch irgendwann fliegt der Schwindel auf.
Rhein-Neckar-Zeitung

Literarische Zeitreise nach Heidelberg - Krausnick ...zeichnet ein ungeschminktes Bild der Heidelberger Romantik. Samt der mit Pferdeäpfeln übersäten Straßen.
Eberbacher Zeitung

"Rose Grandisson" ist nachdrücklich als Lektüre zu empfehlen. Der Roman bietet beste und spannende Unterhaltung auf vielen Ebenen. Nicht nur Krimi-Leser kommen auf ihre Kosten.
Erhard Jöst, Heilbronn

Attraktive Komplizin
Krausnick schilderte in seiner Lesung eindrucksvoll den spannenden Zweikampf zwischen dem Kriminalisten und der Täterin.

Reutlinger General- Anzeiger
 
Zwischen Dichtung und Wahrheit bietet der authentische Fall eine bewegende Lebens- und spannende Ermittlungsgeschichte. Angereichert mit zeitgenössischen Bildern von Heidelberg empfiehlt sich der unterhaltsam inszenierte Tatsachenroman für viele Bibliotheken.
Jürgen Seefeldt, ekz-Lektoratsdienst

Souverän und mit literarischem Geschick entfaltet der Autor den historischen Stoff. Er zeichnet nicht nur das Schicksal des Gaunerpärchens Grandisson und jenes des Sekretärs Berger mit großer Empathie nach, er entwirft darin auch ein anschauliches, sinnlich dichtes Panorama Heidelbergs an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Das historische Flair wird dank der Bildreproduktionen aus dem Bestand des Kurpfälzischen Museums Heidelberg noch weiter unterstrichen.
Mannheimer Morgen



Historischer Roman, Hardcover
ISBN 9783939540908
16,80 €
bes


NEU

jetzt als Taschenbuch


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Johann Georg  August Wirth

Vorkämpfer für Einheit,

Recht und Freiheit

Eine Biographie
9,80 Euro
ISBN 9783939540939
best

"Ein Bismarck
der Demokratiegeschichte"

Michail Krausnicks vorzüglich recherchierte
und glänzend geschriebene Biografie über die Schlüsselfigur
des Vormärz ist jetzt vom Wellhöfer-Verlag
als Taschenbuchausgabe in aktualisierter
Fassung neu aufgelegt worden.
Der Autor hat dankenswerterweise keine
Hagiografie geschrieben, sondern
das durchaus kritische Porträt eines
Vorkämpfers der Menschen- und
Bürgerrechte, der als Mensch seiner
Zeit auch in etlichen Irrtümern seiner
Zeit befangen blieb. Nicht nur
Zeitungslesern ist das Buch als
Pflichtlektüre zu empfehlen.

Christian Bommarius

Frankfurter Rundschau, 7./8. Januar 2012


                           

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ABSENDER:
Johann Wolfgang Goethe
Christiane Vulpius

"Goethes größte Liebe"

Denn Du bist mein Liebstes auf der Welt

Michail Krausnick hat die schönsten und wichtigsten Liebes- und Ehebriefe ausgewählt und zur Biografie einer außergewöhnlichen Beziehung zusammengestellt


ISBN: 978-3-939540-66-3  *  Euro 9,80

bes


oder direkt bestellen
Wellhöfer Verlag, Mannheim

ABSENDER:
Clara Wieck
Robert Schumann
Johannes Brahms


schumi
»Ich lasse nicht von Dir!«
schreibt Robert an Clara, die als  Wunderkind gefeierte Tochter seines Klavierlehrers.
Doch der Vater sucht mit allen Mitteln eine Verbindung mit dem
neun Jahre älteren Musiker zu verhindern.
Nach jahrelangem Kampf erstreiten die Liebenden die Heiratserlaubnis. 

 »Deine Briefe sind mir wie Küsse«
schreibt der zwanzigjährige Johannes an die Frau des Komponisten Robert Schumann.
Während die vierzehn Jahre ältere Clara als Pianistin den Lebensunterhalt für die Familie verdient,
kümmert sich der junge Musiker um  ihre Kinder und den kranken Freund,
der nach einem Selbstmordversuch in der Nervenheilanstalt lebt.
Aus Zuneigung, Trost und Zärtlichkeit wird mehr:
»Die Leiden des jungen... Brahms«


Michail Krausnick hat die romantisch-tragische Liebesbeziehung dreier Musiker

aus ihren Briefen und Tagebüchern herausgelesen und zusammengestellt.
DU BIST MIR SO UNENDLICH LIEB!


ISBN 978-3-939540-63-2
9,80 Euro
Wellhöfer Verlag, Mannheim

bes


Gegen Rassismus, Menschenverachtung
und rechte Gewalt

"Z 10540 -
Behalt das für dich!"

ELSES GESCHICHTE
Ein Mädchen überlebt
Auschwitz

Die Geschichte der Else Schmidt
Erzählt von Michail Krausnick
el
mit Bildern von Lukas Ruegenberg
Gebundene Ausgabe 12,90 Euro

Platz 1 auf der Deutschlandfunk-Bestenliste
"Die besten 7 Bücher für junge Leser"
Eine Jury mit 28 Juroren aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz ermittelt einmal im Monat die besten Bücher.

»  Unterrichtsmaterialien
  • Verlag: Sauerländer Düsseldorf

    ma


Z 10540
Else, behalt das für dich!

Als achtjähriges Mädchen überlebte Else die Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück.
60 Jahre danach wurde sie von der Königin von England in ihr Schloss zu einer Audienz eingeladen. Auch Queen Elizabeth  war zu jener Zeit ein Kind. Ihr Land hat im Krieg gegen die Nationalsozialisten gekämpft und Deutschland von der Diktatur befreit.
Die Königin hat sich für Elses Geschichte interessiert, für das außergewöhnliche Schicksal eines Hamburger Mädchens, das zur Zigeunerin abgestempelt wurde  und  dem Rassenwahn der Nationalsozialisten ausgesetzt war. Wie durch ein Wunder hat sie das Todeslager überlebt.
Eine Geschichte, die Else vergessen und verschweigen sollte.
So lautete der Befehl der Nazis, und so wollten es viele:

"Else, behalt das für dich!"
Doch Erinnerung ist wichtig. Für eine bessere Zukunft.
Nicht nur für Königinnen.


dazu:

AUF WIEDERSEHEN IM HIMMEL
jetzt als ARENA-Taschenbuchau
sgabe

Durchschnittliche Kundenbewertung:  *****

Ein einzigartiges Buch!


Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus München, Bayern Deutschland

Dieses Buch erzählt von einem kleinen Mädchen das in der
Nazizeit in ein Kinderheim gekommen ist.
Es ist fantastisch erzählt und traurig zugleich.
Eine Ohrfeige rettet Ihr das Leben!

LESEN!!!!!!!! Es lohnt sich!

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Die­ses Buch sollte neben dem Tagebuch der Anne Frank
zur Pflichtlektüre deutscher Schüler gehören.

Karin Gündisch, Badische Zeitung

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AUF WIEDERSEHEN IM HIMMEL
Die Geschichte der Angela Reinhard

176 Seiten, Fotos und Dokumente,
€ 6,50      
ISBN 3-401-02721-2

»Unterrichtseinheit, erarbeitet
von Peter Bräunlein, herausgegeben
von Prof. Peter Conrady 
  

Denkanstoß für die heutige Zeit

Durch Gespräche mit Angela Reinhardt sowie… anderen Überlebenden, durch gründliche Recherche arbeitet Michail Krausnick sich an das Thema heran. Als Zeugnis dieser Arbeit hat er… wichtige Dokumente und Bilder angefügt. Beeindruckend!

Er schildert nüchtern, sachlich und doch ergreifend. Kein Betroffenheitskommentar, kein Urteil, keine Klage, eine einfache Tatsachenberichterstattung eingepackt in der Geschichte der Angela Reinhardt. Daneben lässt er dem Leser Raum für eigene Gedanken, Interpretation und Empfindung. Das Zusammenspiel dieser beiden Pole zeichnet die Geschichte aus, hebt sie ab vom Üblichen…

Es ist ihm gelungen, die systematische Vernichtung der Sinti und Roma auf eine großartige Weise weiterzugeben, als Denkanstoss auch für die heutige Zeit und Politik. Sehr empfohlen.
Christina Messmer, PHZ Luzern, Fachstelle Lesen

 Hervorragend als Klassenlektüre geeignet

Die authentische Geschichte eines jungen Mädchens wird durch die beigefügten Fotografien und Aktennotizen anschaulich und begreifbar und spricht so Gleichaltrige unmittelbar an. Das Buch ist auf eine leise, trotz der Brisanz sachliche, gut verständliche Weise geschrieben. Es ist hervorragend als Klassenlektüre geeignet, um die Schrecken der Naziherrschaft und insbesondere das wenig bekannte Schicksal der Sinti und Roma zu verdeutlichen.
Monika Eckert, Jugendschriftenausschuss des BLLV, München

 Geschichte fesselt Schüler

Fünf Haupt- und Realschulklassen waren in die Stadtbücherei gekommen, um eine Lesung von Michail Krausnick zu hören. Am Vortag des 9. November, an dem vor allem an die Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus erinnert wird, las er aus seinem Buch „Auf Wiedersehen im Himmel“… Sehr eindringlich gelang Krausnick die Schilderung der Person Angela Reinhardt als Kind und als alte Frau, die heute noch in ihren Träumen das Trauma ihrer Kindheit nacherlebt… Zur Lesung waren die Schüler in zwei Gruppen gekommen – beide Male gelang es Krausnick, die Jugendlichen zu fesseln. „Wir können nichts dazu, dass das alles passiert ist. Aber wir können uns um das heute und morgen kümmern, damit so etwas nie wieder geschieht, so Krausnicks Appell.
Juliana Eiland-Jung, BZ Lahr

  
 Angela und ihre Herzensmutter

 Michail Krausnick, der sich schon in „Da wollten wir frei sein" mit Leben und Leiden der Sinti beschäftigt hat, macht in einer Mischung aus Erzählung und Doku­mentartext auf ein verdrängtes Thema aufmerksam. Das Buch gibt ein erschütterndes Bild aus ei­ner barbarischen Zeit, in der Kinder er­mordet wurden, weil sie einer „minder­wertigen Rasse" angehörten. Angela Reinhardt hat ihren Vater und ihre Herzensmutter wieder gefunden und ist heute 66 Jahre alt. Sie selbst kommt auch zu Wort. Sie berichtet von ihren Kindheitserlebnissen und von ihrer Trau­er um die Kinder der St. Josefspflege. Die­ses Buch sollte neben dem Tagebuch der Anne Frank zur Pflichtlektüre deutscher Schüler gehören.
Karin Gündisch, Badische Zeitung

 
Wir Überlebenden sind die Ausnahme

erklärt Franz Reinhard, genannt "Der Einarmige, seiner Tochter Angela nach dem Zweiten Weltkrieg. Alle weiteren Mitglieder der deutschen Sinti-Familie sind in Auschwitz-Birkenau ermordet worden. Im Oktober 1939 waren Angela, ihr Vater und dessen zweite Frau in die Wälder Schwabens geflüchtet, um der Registrierung der NS-Behörden zu entgehen. Es gab für die Sinti keinen Zweifel an den Zielen der nationalsozialistischen Rassenpolitik, ebenso wie es später für alle Beteiligten klar war, dass die Deportation nach Auschwitz die Vernichtung bedeutete. Die fünfjährige Angela erlebt diese Zeit des Versteckens als ein großes Abenteuer, allein das ist ihr Leben. So erscheint ihr die Stadt Friedrichshafen, in die sie zu ihrer leiblichen - nach NS-Kriterien arischen - Mutter gebracht wird, nachdem die Sinti-Gruppe in den Wäldern festgenommen wurde, als völlig fremd und falsch. Das Zusammenleben mit der Unbekannten, die ihr keine Muttergefühle vermitteln kann, gelingt nicht, Angela wird vom Jugendamt in verschiedene Kinderheime eingewiesen. Hier entwickelt sie sich gut, lernt gern und genießt das Zusammensein mit den anderen Kindern, die ebenfalls als "Gemeinschaftsfremde" gelten. Als "Zigeunermischling (+), wie das Mädchen - angeblich wissenschaftlich – eingeordnet wird, hätte Angela zu den 40 Kindern gehören müssen, die am 9. Mai 1944 aus der St. Josefspflege in Mulfingen nach Auschwitz deportiert worden sind. Ein verwaltungstechnischer Mangel in der Listenführung lässt ihr Fehlen nicht auffällig werden: "Du gehörst nicht dazu!" Damit und mit einer Ohrfeige schickt Schwester Agneta die Schülerin in ihr Zimmer. Angela ist verzweifelt, sie wird ferngehalten von einem "Ausflug, so erklären es die Betreuerinnen. Erst die Begegnung mit Johanna, einer älteren Mitschülerin, die genau weiß, welches Schicksal die Kinder erwartet und sich vergeblich weigert mitzukommen, öffnet ihr die Augen. Angela überlebt den Krieg wie nur vier der deportierten Kinder dadurch, dass sie ausgeschlossen wurde. Eine solche Paradoxie rettet auch ihre Familie: Nach mehrmaligen Fluchten können sich Franz und Appolonia Krämer einem Kommando von russischen Zwangsarbeitern anschließen. Diese Menschen verraten sie nicht, sondern schützen die beiden vor der Enttarnung. Sie überleben als angeblich Angehörige einer Gruppe, die zwar ebenfalls als "Untermenschen" gilt und so von der NS-Politik behandelt wird, aber nicht der planmäßigen Vernichtung unterliegt. Sein Leben lang wird das "Zigeunerkind" Angela Reinhard wissen, was es heißt, eine Ausnahme zu sein.

Auch dieses Buch ist eine Ausnahme. Michail Krausnick schildert auf der Basis fundierter Recherchen die Lebens- und Leidensgeschichte des Mädchens, ohne in falsches Mitleid oder vorgegebene Betroffenheit zu verfallen. Die Darstellung des Erzählten beruht in Stil und Tonfall auf den Erinnerungen der Angela Reinhard, so kann auch in kurzen Überleitungssätzen die Zeitzeugin selbst zu Wort kommen. Gleichzeitig gelingt in den übrigen, deutlich längeren Erzählerpassagen die Einflechtung des historischen Hintergrundes, der das Erlebte verständlich macht. Die im Anhang dokumentierten Materialien (Briefe und Fotos) erlauben eine weitergehende Bearbeitung, Einordnung und Überprüfung des Erzählten. Obwohl das Buch deutlich Stellung bezieht, bleibt der Leserin und dem Leser genug Raum für eigene Fragen und Bewertungen. Vieles ist noch zu klären und zu diskutieren, z.B. die Rolle der "Rassenkunde" und deren scheinwissenschaftlichen Theorien oder die Frage, wie das Verhalten der katholischen Kirche zu bewerten ist. Welche Folgen hat das Erlebte für die Überlebenden, wie können sie damit zurechtkommen? Gegenwartsbezüge liegen auf der Hand, Ausgrenzung und Diskriminierung haben heute vielleicht andere Erscheinungsformen, sind aber aus der Gesellschaft nicht verschwunden. Was kann der Einzelne tun?

Besonders ist das Buch auch durch die Konzentration auf eine Opfergruppe, die meist am Rande erwähnt wird; übermächtig erscheint die Erinnerung an die Shoah durch die viel höhere Zahl der ermordeten Menschen jüdischen Glaubens. Aber es geht nicht um Zahlen. Jede Geschichte eines Opfers der menschenverachtenden NS-Ideologie ist es wert aufge-schrieben zu werden und kann Gegenstand für eine Beschäftigung als Form der Erinnerung sein. "Auf Wiedersehen im Himmel" ist ein sehr geeignetes Buch für den Politik-, Geschichts-, Religions- und Deutschunterricht im Sek. I, kann aber ab etwa zwölf Jahren von Interessierten eigenständig gelesen werden. Für den Unterricht hat der Verlag Materialien erarbeit, der Südwestfunk hat zusammen mit dem Autor eine Fernsehdokumentation produziert. Bewertung: sehr empfehlenswert.

Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien, Niedersachsen, (Imh)


Der WELTBILD-VERLAG hat in der Sammler-Edition "Mutige Frauen im Dritten Reich" eine Hardcover-Ausgabe von "Auf Wiedersehen im Himmel!" vorgelegt
angelw

 
"Wenn Sie sagen, dass Sie ein Historiker sind, so imponiert mir das überhaupt nicht.
Erst will ich wissen, was für einer sie sind. Es gibt gute Historiker und schlechte Historiker, wie es gute und schlechte Bäcker, und wie es gute und schlechte Scherenschleifer gibt."


Eine  Überlebende des Holocaust zu einem anderen deutschen Historiker im Berliner Reichstag

 

ein  nicht gedruckter  Leserbrief

Denkmal-Streit: Sinti, Roma oder Zigeuner?

 
Die derzeitige Diskussion um die Denkmalsinschrift empfinde ich als unwürdig und beschämend.
Ein Mahnmal muss die Opfer ehren und darf sie nicht beleidigen. Ist es denn nicht weltweit
ein selbstverständliches Gebot des Anstands und der Höflichkeit, Menschen und Volksgruppen
mit ihrem richtigen, dem eigenen Namen anzusprechen? Kann man wirklich – zumal für einen Gedenkstein –  eine Fremdbezeichnung fordern, die lexikalisch und juristisch leider nach wie vor
als Schimpfwort und Diskriminierung gebräuchlich ist?

Während meiner Gespräche mit Zeitzeugen und Überlebenden des Völkermords in ganz Deutschland
habe ich stets wahrgenommen, dass die unter dem damals rassistisch terminierten NS-Begriff „Zigeuner"
verfolgten, gequälten, gedemütigten und ihrer Verwandtschaft beraubten Menschen sich von dieser
Bezeichnung verletzt und beleidigt fühlen, und dass sie endlich so genannt werden wollen,
wie sie wirklich heißen.
Seit dem Jäckel-Artikel erhalte ich Anrufe von  hochbetagten Überlebenden mit der Frage,
ob es – zumal nach den Neonazi-Auftritten in Sachsen -  jetzt wieder losgehe?
Viele ältere Menschen sind niedergeschlagen, enttäuscht und entsetzt.

Auch Historiker sollten fähig sein, hinzuzulernen und sich nicht auf die Sprache der Mörder versteifen.
Es hilft den Überlebenden wenig, wenn Herr Jäckel persönlich es nicht abwertend verstehen will - 
die Vorgänger und Nachfolger der Nazis meinten und meinen es so. Und die Volksetymologie
ist leider mächtiger, gewalttätiger, mörderischer als alle noch so korrekten  akademischen Herleitungen.
Wäre in den USA ein Gedenkstein mit der Inschrift für den „als Nigger“ ermordeten Martin Luther King
diskutierbar?  Gedachte im vergangenen Jahr die Bundesrepublik Deutschland in Namibia der von den
Kolonialtruppen niedergemetzelten Hereros etwa „als Neger“? Es mag mühsam sein, umzulernen und
 rassistischen und kolonialistischen Sprachgebrauch zu meiden.
Die Betroffenen allerdings haben ein Menschen-Recht darauf.

Es beleidigt nicht nur die Opfer, es beschämt uns alle, wenn im Land der Täter ein Historiker und
eine Staatsministerin den Angehörigen arrogant und ignorant vorschreiben wollen, unter welchem Namen
ihre Toten auf einem Denkmal genannt sein sollen. Eigenartig auch, wenn von beiden eine
bei den Opferverbänden wenig bekannte, keineswegs repräsentative Kölner „Sinti-Allianz“ als Nothelfer
herbeizitiert werden muss, um einen solch unwürdigen Streit zu entfachen.

Soviel zum Schlagwort „Zigeuner“. Der Begriff Roma meint übrigens nicht nur die deutschen
und die osteuropäischen Rom, sondern europa- und weltweit (z.B. in der EU und UNO) alle Menschen
dieser Volksgruppe, die in der Regel - selbst von einem deutschen Professor - nicht mit einer altvorderen
Fremdbezeichnung etikettiert und herabgewürdigt sein will.

Dr. Michail Krausnick 


"Wenn Sie meinen, daß Sie  mich einfach Zigeuner nennen dürfen,
weil  Sie es nicht so meinen, wie es gemeint ist, dann darf ich Sie ja auch NAZI nennen,
und behaupten, daß ich es nicht so meine, wie es gemeint ist."

Der Auschwitzüberlebende Josef Reinhardt zu einem süddeutschen Politiker



 

a-Z

Michail Krausnick / Daniel Strauß

Von Antiziganismus bis Zigeunermärchen


Handbuch Sinti und Roma von A bis Z

ISBN 978-3-8370-5729-4, Paperback, 144 Seiten, € 12,90

best

Von A bis Z, von Antiziganismus bis Zigeunermärchen, von Abschiebung bis Zwangsarbeit finden sich in diesem Handbuch informative Stichwörter zur Geschichte und aktuellen Lage der Sinti und Roma. Zahlen, Daten, Fakten zum Nachschlagen bietet dieser Band, aber auch Anregungen zum Weiterlesen und die nach wie vor unumgängliche Auseinandersetzung mit Falschmeldungen und Vorurteilen.


Verstrahlte Utopien
und andere "Restrisiken"

GELIEBTER KLON

klo

Utopien der Liebe
Vier Erzählungen
Science Fiction

Sonderausgabe der edition durchblick
  als e-book im epubli-buchshop
oder bei

am

erhältlich
112 Seiten, Broschur, 14,80 Euro
ISBN 9783869312293

Michail Krausnick, Autor von SF-Romanen (Im Schatten der Wolke, Lautlos kommt der Tod)  und zahlreichen SF-Hörspielen (Die Friedenswaffe, Das Lord-Byron-Projekt u.a.)
versammelt in diesem Band  vier Geschichten,
die von den Utopien der Liebe erzählen:
- im total kontrollierten Sonnenstaat, in dem Liebe strengstens verboten ist,
- in einer Fantasy-Welt, in der Liebe erste Bürgerpflicht ist und  Liebesverweigerer gnadenlos verfolgt werden,
- in einer genmanipulierten Zukunft, in der Liebende bis in alle Ewigkeit geklont werden, und
- auf einem Planeten, der nach dem Atomschlag mit ADAM und EVA noch einmal von vorn beginnen muss.

schaschaNeuausgabe des SF-Klassikers
aus den 80er Jahren - Supergau in einem Chemiewerk, Allergie gegen Menschen - "Eine Liebe in Lebensgefahr?" -
erhältlich im e-publi-buchshop

Das Buch zum
"Erzberger-Jahr 2011"
(Haus der Geschichte, Baden-Württemberg)
26. August 2011 - 90. Jahrestag seiner Ermordung 
Michail Krausnick   Günter Randecker


Matthias Erzberger
Konkursverwalter des Kaiserreichs
und Wegbereiter der Demokratie
ein biographisches Porträt

um

Reihe Rhein-Neckar-Brücke, Bd. 2
ISBN 3-8334-3586-0
10,-
erz

Seine Unterschrift beendete                            den Ersten Weltkrieg

Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen macht
der 1875 im schwäbischen Buttenhausen geborene  Matthias Erzberger
eine erstaunliche Karriere:
vom Volksschullehrer zum Redakteur und jüngsten Reichstagsabgeordneten.
Seine politische Leidenschaft und sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
wurzeln in christlicher Überzeugung.
Im Ersten Weltkrieg wandelt sich der  Zentrumsabgeordnete
vom Kriegsverfechter zum Vater der Friedensresolution und Vordenker
des Völkerbundes.
Mit seiner Unterschrift unter den Waffenstillstandsvertrag beendet er
im November 1918 ein sinnloses Blutvergießen und versucht
in zähen Verhandlungen die Lasten der Niederlage zu mildern.
Als Finanzminister entwickelt Erzberger die bis heute wirksame
Finanzreform und Finanzverwaltung.
Aber er will mehr: Soziale Gerechtigkeit und "Christlicher Solidarismus"
sollen zum Fundament der Demokratie werden.
Den Ewig-Gestrigen, Antisemiten und Militaristen allerdings ist
der bekennende Katholik ein Dorn im Auge.
Matthias Erzberger, der "heimliche Kanzler", wird Opfer einer Attentatsserie,
die 1919 mit dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht begann,
sich mit dem tödlichen Schüssen auf ihn und 1922 auf Walther Rathenau
fortsetzte und in Nazidiktatur, Krieg und Völkermordverbrechen endete.
Am 26. August 1921 wird Matthias Erzberger von zwei Mitgliedern
der rechtsradikalenTerror-Organisation "Consul" ermordet.
                                                                                                                                                  

"Die knappe, spannend geschriebene Kurzbiographie
über den "Wegbereiter" und "heimlichen Kanzler" der Weimarer Republik,
den "Konkursverwalter des Kaiserreichs", wie ihn Kurt Tucholsky nannte,
porträtiert einen katholisch geprägten Zentrumspolitiker, der für seine christlichen,
sozialen und demokratischen Überzeugungen ebenso wie für seine Friedenspolitik
zu einem der ersten Opfer rechtsradikaler Gewalt wurde.
Erzbergers Lebenslauf ist signifikant für den fatalen deutschen Weg
vom Kaiserreich  in die NS-Diktatur - und für die Katastrophen zweier Weltkriege."
"Man sollte die Ermordung Erzbergers zum Tag der Republik machen!"
forderte 1921 Otto Flake.
Der Schriftsteller Michail Krausnick und der "ultimative Erzberger-Kenner" Günter Randecker bieten mit dem reich illustrierten Bändchen einen mitreissenden ersten Einstieg
und vermitteln eine vielfach versäumte Lektion deutscher Geschichte,
die heute dringender denn je ins Gedächtnis politisch und historisch Interessierter gehört.
Ein absolutes Muß für den demokratisch aufklärenden Geschichtsunterricht!"

"BUCHTIPP FÜR ANGELA MERKEL...
Ein großer konservativer Politiker. der sich dadurch auszeichnete, dass er Christentum und Demokratie ernst nahm und, weil er es ehrlich meinte, dafür sein Leben riskierte. Ein großes Vorbild, gerade für heutige Lobby-Politiker, die das große C nur noch scheinheilig im Parteinamen führen!"
(Edwin Klotz,  Politik und Christentum heute)



"Damit die Menschen menschlicher werden -
Krausnick hat, das zeigte die Dettinger Lesung, ein gutes Gespür für die jugendgerechte Darstellung von brennenden Fragen der Zeit. Ihm ist ein couragiertes Sach- und Menschenbuch gelungen."
Günter Randecker, Südwestpresse

behinama

BEHINDERUNG -
Wer behindert wen?

Edition Menschenrechte/Handicap International
Sachbuch mit zwei Erzählungen
Herausgegeben von Marion Schweizer
Horlemann-Verlag, 12,90 €
ISBN 978-389502-288-3

Zwei Geschichten erzählen von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und Brasilien. Ein Kind mit Downsyndrom wird von einer Familie aufgenommen, die sich fortan mit den Vorurteilen von Verwandten und Nachbarn und mit Anfeindungen von Rechtsextrem- isten auseinandersetzen muss. Ein Jugendlicher aus einer brasilianischen Favela muss nach der Amputation eines Unterschenkels seinen großen Traum begraben, ein Fußballstar zu werden. Ein ausführlicher Sachteil informiert über Ursachen und Formen von Behinderungen hier und in Entwicklungsländern, das Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten, die Geschichte der Behindertenbewegung, die neue UN-Konvention
über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.


Kontakt für Bestellungen und Lesungen: Marina Beck
Tel. 089/54 76 06 29
mbeck@handicap-international.de


dtv- Porträt
JACK LONDON
Goldgräber und Klassenkämpfer

"...ein besseres Amerika ist vorstellbar!"
 
ISBN 3-423-31085-5   #  192 S. Zahlreiche Abbildungen  #   10,--€

                                       jalobest
 
Zeitlebens träumte er den Traum der Gründerväter und Pioniere, nicht nur vom großen Geld, sondern auch von einem freieren und gerechteren Amerika.
Kinderarbeiter, Pirat, Seemann, Arbeitsloser, Vagabund, Goldsucher,  Zuchthäusler, Sozialist, Farmer, Kriegsreporter - Jack London (1876 - 1916) lebte viele Leben und führte Buch darüber: Bücher, wie “Wolfsblut” und “Der Seewolf”, die ihn weltweit zum Bestsellerautor machten. Noch Jahrzehnte über seinen Tod hinaus wurden er und seine Leser von CIA und FBI wegen “unamerikanischer Aktivitäten” beobachtet.
Das neue Porträt räumt nicht nur mit den Gerücht auf, der erfolgreichste Schriftsteller seiner Zeit habe mit 40 Jahren Selbstmord begangen. Es zeigt auch den abenteuernden Autor als Medienstar, ebenso wie den Streiter für ein soziales Amerika, den weitsichtigen Utopisten und den ökologisch bewussten Land- und Weltverbesserer, in einem neuen Licht - auch mit seinen Schwächen und Fehleinschätzungen.


Buchkritik, Deutschlandradio Kultur, 4.12.06

Inhaltlich bietet die Biographie für viele Leser Neues, vor allem in zwei Bereichen: Erstens räumt er mit der anscheinend unausrottbaren Legende um Jack Londons vermeintlichen Selbstmord auf...
Exakt zeichnet Krausnick den Todeskampf in der Nacht vor dem Tod nach; im Faksimile-Abdruck des Totenscheins heißt es lapidar: Nierenkolik mit Urämie. Und neu für viele Leser wird auch Krausnicks komplexe Darstellung von Londons Engagement für die sozialistische Idee und für kommunistische Utopien sein, dessen Engagement als, wie er es selbst nannte, Klassenkämpfer.
Die Jack-London-Biographie von Michail Krausnick avanciert wegen ihrer Qualität zu einem neuen Standardwerk, auf der anderen Seite schon deshalb, weil es derzeit auf dem Buchmarkt überhaupt keine andere Biographie mehr gibt... Michail Krausnick hat eine katastrophale Lücke geschlossen, und das äußerst gelungen.

Lutz Bunk

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Eindrucksvoll schildert Krausnick das intensive Leben Londons, der in seinen knapp 41 Jahren mehr erlebte als so mancher 80jährige. Es überrascht zu lesen, weshalb seine Abenteuerromane so realistisch geschrieben sind: Jack London hat sie - mehr oder weniger - selbst erlebt.
Ein kurzer Abriß?
Mit 14 arbeitet er in einer Konservenfabrik, mit 15 wird er Austernpirat, mit 16 wechselt er zur Fischerpolizei, mit 17 wird er Matrose auf einem Robbenfänger-Schiff. Kaum eine Atempause bleibt; ständig warten neue Katastrophen und Abenteuer auf ihn. Ob als Landstreicher, Goldsucher oder Reporter, der über das Elend im Londoner East-End schreibt: Jack bleibt immer Herr der Lage. Und parallel dazu der zweite Kampf: Sich als Schriftsteller durchzusetzen wird zu einem Gewaltakt,der viel Durchhaltevermögen erfordert.
All dies ist spannend in Szene gesetzt, packend geschrieben von Krausnick, der  nicht mit Zitaten des Meisters selbst spart. Ein Buch, das man erst aus der Hand legen kann, wenn man es ausgelesen hat.
Jens Bojaryn, Fachbereich Philosophie,Essen
(Amazon.de an der Uni- Studentenrezension)


Es geschah vor 200 Jahren...

der Heidelberg-Krimi
BERUF: RÄUBERneu
im Wellhöfer-Verlag, Mannheim

mit erweitertem Anhang

. Lieder des Mannefriedrich
. Historische Materialien im Anhang
9,80 Euro   ISBN: 978-3-939540-38-0
ma

SCHILLER UND "DIE RÄUBER"

Das Räuberleben zur Zeit Napoleons, Goethes und  Schillers - der Räuberdichter Friedrich Schiller wurde zum Klassiker geadelt - der Räuberdichter Mannefriedrich in Heidelberg öffentlich hingerichtet.

"Das Buch ist so spannend  zu lesen wie ein Krimi.  Nur: Es ist  kein Krimi. 
Den Mannefriedrich und seine Bande hat es wirklich gegeben – im Odenwald.
Sie haben 1811 bei einem Postkutschenüberfall einen Kaufmann getötet,
sind gefasst und in Heidelberg mit dem Schwert hingerichtet worden." 


Am 07.01.2008 lief auf Bayern 2 in der Reihe radioWissen ein 15 Minuten Beitrag zum Buch von Michail Krausnick, der als mp3-file heruntergeladen werden kann download starten


auch als HARDCOVER erhältlich:
raama

ISBN 978-3-8370-0506-6
156 Seiten, Hardcover, 19,90 EUR
Reihe Rhein-Neckar-Brücke, Bd. 6
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DER PFÄLZER AL CAPONE
Die Geschichte des 
Bernhard Kimmel

Roman, 226 Seiten, € 12,80
Neuausgabe im

Wellhöfer Verlag, Mannheim

ISBN 3-939540-44-1

Biographischer Roman
über die Jugendjahre des als
"Al Capone von der Pfalz"

berüchtigten Bankräubers Bernhard Kimmel

Die wilden 50er und 60er Jahre
an der Weinstraße und im Pfälzer Wald,
in Lambrecht, Neustadt, Speyer, Landau, Dürkheim, Ludwigshafen u.a.

Hinter dieser erzählten Wirklichkeit kann sich mancher Krimi verstecken. (Der) Tatsachenroman, den (im Bekanntenkreis getestet) selbst der muffeligste Leser innerhalb von drei Nächten zu Ende bringt, ist nicht nur spannend. Er ist auch ein detailreiches Zeitzeugnis von den letzten Kriegsjahren bis zur wohlanständigen Fassade der fünfziger Jahre, an der "Al Capone" kräftig kratzt.
Rita Reich, Badische Neueste Nachrichten


Eine Story wie aus dem Kino... spannende Zeitgeschichte... packendes Zeitpanorama der Kriegs- und Nachkriegsjahre, das der Schriftsteller als "Kriminalentwicklungsromanbiographie" beschreibt.

Kirsten Baumbusch,
Rhein-Neckar-Zeitun


Weitere Titel von Michail Krausnick in der edition durchblick:

mod

  MODERN MODERN
gegen satz und
wider wort
satiren, lieder und gedichte
100 S., € 10,-
im Epubli-Buchshop



Sprechende Titel


Ja, also in der Vorweihnachtszeit, so etwa am 24. Dezember vormittags,
da überwinde ich dann ja geschenkehalber schon mal meine Schwellenangst und wage mich in die heiligen Hallen einer Buchhandlung.
Zu diesem Zeitpunkt hat man nämlich die größten Chancen,
etwas wirklich Gutes zu bekommen.
Die schlechten Bücher, also die Bestseller, sind fast alle schon ausverkauft,
die Paletten abgeräumt, die Spreu vom Weizen getrennt. Und das Gute liegt so nah.
Jetzt kaufen nur noch Nachzügler, oft mit einem Zettel in der Hand,
auf dem ein merkwürdiger, aber schwer zu merkender Buchtitel steht.
Also, wie gesagt, ich genieße das: die geleerten Regale, die Bestsellerfreiheit, die genervten Buchhändler, und alle die komischen Stadtneurotiker, die sich nur unter Zwang entscheiden können, und kurz vor Ladenschluss dann doch noch last-minute ein Buch buchen möchten oder müssen.
Den Titel stottert er (oder sie) dann der Verkäuferin vor. Meist vergeblich,
denn an diesem Heiligen Tag, in dieser Stunde herrscht Bestsellerfreiheit, High Noon,12 Uhr mittags.
Zum Beispiel,  ist schon ein paar Jahre her, da stand ich direkt daneben,
als sich eine junge Frau einen Buch von Gaby Hauptmann wünschte.
Sie war, mit Susanne Fröhl-ich zu sprechen, ein wenig moppel-ich
beziehungsweise trächt-ich. Mit anderen Worten hoch-,
um nicht zu sagen allerhöchst schwanger.
Und auf die Frage der Buchhändlerin: “Ja bitte, Sie wünschen...?”, 
schob sie ihren Bauch vor die Theke und nannte einfach nur den Titel:
“Suche impotenten Mann fürs Leben!”
Die Buchhändlerin erstarrte angesichts der schwellenden Leibesfrucht,
hielt sich entsetzt die Hand vor den Mund, und stammelte:
“Zu spät!”
“Wie zu spät?”
“Alle schon weg! Aber... Eva Heller hätte ich noch:
“Beim nächsten Mann wird alles anders!”
“Nein danke, das habe ich schon.”
Tante Else zum Beispiel, liebte diese lebenshelfenden Bücher sehr,
und vor allem diejenigen, deren Titel so vielsagend sind,
dass man sie gar nicht erst lesen muss.
Im Titel ist alles drin. Aktion Lebenshilfe, wie gesagt.
Und Bestseller, selbstverständlich.
Tante Else kaufte ständig diese schlauen Bücher. “Wenn Frauen zu sehr lieben”, “Frieden ist machbar!”, “Warum Männer nur selten, und Frauen so oft...”, “Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse kommen überall hin!”, “Du kannst mich einfach nicht verstehen”,“Liebe ist nur ein Wort”,
“Lerne klagen, ohne zu lachen!”, “Simplify your life!”- “Versimple Dein Leben!” - oder: “Passen Sie gut auf sich auf!” von Pastor Fliege.
Je nach Besuch und Stimmungslage legte oder stellte Tante Else diese Bücher dann  so ins Blickfeld, dass der jeweilige Gast gleich am Rätseln war, was wohl diesmal gerade mit ihr los war. 
Und was sie damit sagen wollte.
Meistens war es “Sorge dich nicht - lebe!”,
dieser amerikanische Dauerbrenner, mit dem sie ihre allzeit bereite, hochsensible, aber durchaus optimistische Grundhaltung schon mal im Vorfeld signalisierte.
Mehr ein Zufall war es allerdings, dass an jenem Tag, an dem Tante Else
das Zeitliche segnete, ein Buch von Hape Kerkeling auf ihrem Nachttisch lag: “Ich bin dann mal weg!”
Nun ja. Mit bestimmten Buchtiteln sollte man sowieso - nicht nur in der Vorweihnachtszeit - vorsichtig sein, am besten gar nicht erst aussprechen,
sondern einfach einen Zettel vorzeigen.
Statt die Buchhändlerin nach der Enkeltochter der Wanderhure zu fragen, oder, ob sie Feuchtgebiete habe - und damit vielleicht eine Ohrfeige zu riskieren.
Es kann ja auch sein, dass man, habe ich selbst erlebt, vor allen Kunden blamiert wird.
Ist schon etwas her, aber auch zur Weihnachtszeit. Wahrscheinlich kennen Sie ja die wunderbaren Comics von Walter Moers vom Käptn Blaubart und dem kleinen...
Punkt. Punkt. Pünktchen.
Also ich war es ja nicht, aber ein Freund, der das Buch noch in allerletzter Minute als Weihnachtsgeschenk erwerben wollte. Also wir waren so am Reden, plötzlich kommt die bildhübsche Verkäuferin auf uns zu und schon ging es los mit
“Kann ich Ihnen helfen? Suchen Sie was Bestimmtes? Haben sie einen Wunsch?”, 
und mein Freund ist so perplex, geht mit ihr an die Verkaufstheke,
kriegt kaum noch den Titel zusammen, sagt es dann doch,
und plötzlich schreit die Schöne durch den ganzen Raum:
“Sabine, hier ist ein Kunde, der ein Kleines Arschloch will,- haben wir das noch?"
Darauf die Antwort aus der hintersten Ecke, fast schon gebrüllt: "Nein,  Arschloch ist aus!"
Aber die liebenswürdige Verkäuferin gibt nicht auf: "Warten Sie mal!
Vielleicht doch,- weil Sie es sind." Und schon schallt es über die Sprechanlage:
"Kleines Arschloch, 
Ist noch ein Arschloch  im Lager?"//
"Was? Wie bitte?"//
"Ob Du ein Kleines Arschloch hast?"
Und nach langem Hin und her, endlich die frohe Botschaft:"Jaja, ich hab eins!"//
"Oh ja, danke, Sven! - Also bitte, wer war das noch mal mit dem kleinen..., wer wollte ein....???"
Nun ja, fröhliche Weihnachten!
Mein Freund hatte bereits fluchtartig den Buchladen verlassen.

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